Ideologische Wurzeln des türkischen Rechtsextremismus reichen in die spätosmanische Zeit zurück, in der pantürkistische und turanistische Nationalismen entstanden. In den ersten Jahrzehnten der türkischen Republik entwickelten sich daraus teilweise rassistisch-nationalistische Milieus mit Nähe zum Nationalsozialismus. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägten insbesondere ideologische Vordenker wie Ziya Gökalp, Hüseyin Nihal Atsız, Zeki Velidi Togan, Fethi Tevetoğlu und Reha Oğuz Türkkan die Ausformung dieser Strömung. Eine besonders einflussreiche Rolle spielten dabei Hüseyin Nihal Atsız und später Alparslan Türkeş. Türkeş prägte maßgeblich die Traditionslinie der Milliyetçi Hareket Partisi (MHP, Partei der Nationalistischen Bewegung), aus der die Ülkücü-Bewegung hervorging, die hinsichtlich ihrer Struktur, Praxis und Funktion mit den fasci di combattimento und nationalsozialistischen Organisationsformen vergleichbar ist.
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