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Bundesregierung bestätigt zentrale Erkenntnisse zu türkischem Rechtsextremismus

Türkischer Rechtsextremismus ist eine ernstzunehmende Gefahr für die Demokratie! In einer Kleinen Anfrage vom 30. Juni 2026 haben sich die Abgeordneten Dr. Irene Mihalic, Marlene Schönberger, Max Lucks sowie weitere Abgeordnete der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an die Bundesregierung gewandt. Gegenstand der Anfrage war die Kenntnis der Bundesregierung über die Aktivitäten der „Grauen Wölfe“ in Deutschland.   

In ihrer Antwort vom 13. Juli 2026 verweist die Bundesregierung ausdrücklich auf die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) als Teil der bundesweiten Präventionsarbeit und beschreibt dabei unsere Aufgaben in der Präventions- und Sensibilisierungsarbeit. Als Ziele nennt sie:   

  •  Die Gesellschaftliche Auseinandersetzung zu fördern,     
  • Fachkräfte zu sensibilisieren und zu qualifizieren,    
  • Institutionen zu unterstützen und    
  • Schutzräume für Betroffene mitzugestalten.   

Die Bundesregierung stellt fest, dass türkischer Rechtsextremismus ein eigenständiges rechtsextremes Phänomen ist, rund 13.500 Anhänger*innen hat, von denen etwa 10.500 in drei großen Dachverbänden ADÜTDF, ATIB und ANF organisiert sind, in stabilen Verbandsstrukturen existiert und eine wachsende freie Szene verfügt.   

Dies zeigt: Die Bewegung verfügt über stabile und bundesweite Strukturen.   

Die Bundesregierung stellt weiter fest, dass im digitalen Raum rassistische und antisemitische Inhalte verbreitet werden. Die Verbände nutzen dazu vorwiegend Social Media, die freie Szene ist deutlich aktiver im Internet unterwegs. Waffeninszenierungen und Drohgebärden dienen der Selbstdarstellung.    

Obwohl die Bundesregierung von einer Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts spricht, bleiben politische Leerstellen:    

  • Die Bundesregierung erkennt die Gefahr deutlich an. Gleichzeitig bleibt sie beim Verbot bewusst ausweichend.   
  • Die Betroffenenarbeit ist deutlich diverser als genannt und essenziell in der Präventionsarbeit.   
  • Viele Antworten zeigen, dass Wissen vorhanden ist. Jetzt stellt sich die Frage, welche politischen Konsequenzen daraus folgen.    

Türkischer Rechtsextremismus wird zunehmend als eigenständiges demokratiegefährdendes Phänomen anerkannt und es wird deutlich, dass Prävention durch spezialisierte Fachstellen geleistet werden muss und Betroffene Sichtbarkeit, Schutz und Unterstützung benötigen. Deshalb arbeiten wir daran, Wissen bereitzustellen, Fachkräfte zu qualifizieren und demokratische Strukturen zu stärken. 

Lesung mit Reyhan Şahin und Ronya Othmann

Wir freuen uns sehr, dass wir für unsere Lesung am 23. September 2026 im Bahnhof Langendreer in Bochum zwei Top-Playerinnen im Feld gewinnen konnten. Unter dem Titel „Intersektional. Feministisch. Gegen antialevitischen, antiêzîdischen und antikurdischen Rassismus“ sprechen Reyhan Şahin und Ronya Othmann über Widerstand, Solidarität und gesellschaftliche Teilhabe – begleitet von Auszügen aus ihren aktuellen Arbeiten. Alle weiteren Infos und Tickets finden Sie unter fatrex.de/events.

Das Infoportal Rechtsextremismusprävention startet neu!

Ab heute, 30. April 2026, ist das Infoportal Rechtsextremismusprävention des Kooperationsverbunds Rechtsextremismusprävention mit aktualisierten Einträgen und neuem Design wieder erreichbar. Es bietet umfassende Hilfe bei der Suche nach professionellen Anlaufstellen der Rechtsextremismusprävention deutschlandweit. Egal, ob Sie Unterstützung bei rechtsextremen Vorfällen suchen, den Ausstieg aus der Szene begleiten möchten, Beratung zu lokalen Ereignissen benötigen oder Workshops, Aufklärungsmöglichkeiten und Forschungsergebnisse suchen – im Infoportal Rechtsextremismusprävention finden Sie schnell passende, professionelle und lokale Anlaufstellen. Das Infoportal Rechtsextremismusprävention zeigt kompakt und übersichtlich die Bandbreite und Professionalität der aktuellen Rechtsextremismusprävention in Deutschland.

FaTRex bei Wi-REX zu türkischem Rechtsextremismus in Deutschland

FaTRex ist zu Gast beim Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) / Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung.  Erol Ünal (Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus/ FaTRex) und Mehmet Kart (OTH Regensburg) geben Inputs zum Thema. Thema ist türkischer Rechtsextremismus in Deutschland, seine Erscheinungsformen und pädagogische Perspektiven.

04. Mai 2026 | 14.00 -15:30 Uhr | Online STREAMING via ZOOM – Anmeldung – siehe Veranstaltungen

Fachtag von interKultur eV. und FaTRex am 26.5.26 in Köln

Am 26. Mai 2026 veranstalten interKultur e.V. und FaTRex in Köln einen gemeinsamen Fachtag zum Thema „Ungleichwertigkeitsideologien in der Migrationsgesellschaft und seine Auswirkungen auf die  Jugend(Sozial)Arbeit“. Der Fachtag schafft einen Raum für fachliche Einordnung, Austausch und klare Perspektiven. Wir freuen uns sehr und arbeiten bereits intensiv am Programm. Infos zur Anmeldung und zum Programm unter „Veranstaltungen“.

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