Loading....

Die Zukunft der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus steht auf dem Spiel!

Wir laufen derzeit Gefahr, dass unsere Förderung wegbricht. Aber anstatt an dieser Stelle weiter über bevorstehende Kürzungen und dem drohenden Fehlen von Fördergeldern zu sprechen, möchten wir zeigen, warum unsere Arbeit unverzichtbar ist! Und wer könnte das besser beurteilen, als die Menschen, für die und mit denen wir arbeiten?

 

 

„Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus leistet wichtige Arbeit in der Sensibilisierung zu und Prävention von türkischem Rechtsextremismus. Dabei übernimmt FaTRex eine zentrale Aufgabe, die im deutschen Bildungssystem bisher leider keinen Platz hat. FaTRex trägt nicht nur zur historischen Aufklärung bei, sondern fördert auch den Dialog mit Communities, die von einer der gefährlichsten und verbreitetsten Formen des Extremismus in Deutschland unmittelbar betroffen sind und deren Stimmen und Erfahrungen noch zu selten Gehör finden. Sie bündelt einerseits die Expertise zu diesem Thema und andererseits die Erfahrungswerte Betroffener.“

– Anna Gazarian, MIASIN Ko-Vorsitzende

 

 

„Für die Kurdische Gemeinde Deutschlands ist klar: Türkischer Rechtsextremismus ist keine abstrakte Gefahr, sondern eine reale Bedrohung für Betroffene. Kurd*innen sind seit Jahrzehnten mit den Auswirkungen dieser Ideologie konfrontiert – durch Feindbilder, Einschüchterung und transnationale Konflikte, die bis in den Alltag in Deutschland hineinwirken. Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus macht diese Form des Rechtsextremismus sichtbar und leistet unverzichtbare Aufklärungs- und Präventionsarbeit, die lange gefehlt hat.“

– Ali Ertan Toprak, Vorsitzender Kurdische Gemeinde Deutschland e.V.

 

 

SICHTBARKEIT

Türkischer Rechtsextremismus (TRex) ist eine reale Bedrohung. Vor allem für Menschen aus Betroffenencommunitys. Bei türkischem Rechtsextremismus handelt es sich nicht um ein sogenanntes “innermigrantisches Problem”, sondern es ist transnational und passiert/wirkt sich direkt in Deutschland- und auf den Alltag von Betroffenen aus.

 FaTRex hilft dabei TRex sichtbar zu machen, unter anderem mit Aufklärungs- und Präventionsarbeit.

 

 

„Die Arbeit der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus ist gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Lage unverzichtbar. Sie schafft Sichtbarkeit für eine Form des Extremismus, die oft unterschätzt oder politisch verdrängt wird, obwohl sich ihre rassistischen, antisemitischen und demokratiefeindlichen Auswirkungen konkret auf Betroffene, demokratische Räume und den gesellschaftlichen Zusammenhalt auswirken. Gerade jetzt an dieser Arbeit zu kürzen, sendet ein fatales Signal. Demokratiearbeit darf nicht von kurzfristigen politischen Prioritäten abhängen, sondern muss langfristig geschützt und gestärkt werden.“

– Hanna Veiler, Präsidentin der European Union of Jewish Students (EUJS)

 

 

RECHTSEXTREMISMUS BENENNEN/EINORDNEN

FaTRex spricht bewusst von türkischem Rechtsextremismus. In ihm vereinen sich unter anderem demokratiefeindliche, rassistische, antisemitische und generell menschenfeindliche Ideologien. Andere Bezeichnungen wirken oft verharmlosend. Daher wird türkischer Rechtsextremismus von FaTRex als solcher benannt und eingeordnet.

Für eine kurze Definition von türkischem Rechtsextermismus schaut gerne in unserem Glossar vorbei! 

 

 

„Aus unserer Sicht schafft FaTRex Räume und Begegnungen, die es in dieser Form nur selten gibt. Besonders im Rahmen von BeCo.TRex und dem Wochenende mit den Beratenden zur Rechtsextremismusprävention wurde deutlich, wie wichtig der Austausch zwischen unterschiedlichen betroffenen Communities ist. Die Arbeit hilft dabei, Erfahrungen mit Diskriminierung und Rechtsextremismus miteinander zu teilen, einzuordnen und voneinander zu lernen. Gerade dieser gegenseitige Austausch stärkt Betroffene, schafft Verständnis füreinander und verbindet Menschen und Communities, die sonst oft nebeneinander statt miteinander arbeiten. Gleichzeitig leistet FaTRex wichtige Präventionsarbeit und schafft durch die Regelmäßigkeit und Nachhaltigkeit der Angebote Vertrauen und langfristige Vernetzung. Solche Strukturen sind aus unserer Sicht gesellschaftlich und demokratiepolitisch wichtig und dürfen nicht verloren gehen.“

– Alexandra Zapounidou, O.S.E.P.E. Verband der Vereine der Griechen aus Pontos in Europa

 

 

„Aus unserer Sicht schafft FaTRex wertvolle Austauschräume in der vielfältigen deutschen Gesellschaft. FaTRex ist für uns ein Anker, der uns dabei hilft, Erfahrungen mit dem türkischen Rechtsextremismus zu reflektieren, professionell einzuordnen und darüber in den Austausch zu kommen. FaTRex übernimmt hierbei eine wichtige Arbeit, da der türkische Rechtsextremismus ein Problem ist, das viele MSO betrifft, wie z. B. Armenier, Assyrer, Griechen, Kurden und Jesiden. Die Arbeit von FaTRex trägt maßgeblich dazu bei, Vernetzung zu ermöglichen und Diskriminierungserfahrungen im Kontext von türkischem Rechtsextremismus zu thematisieren und zu teilen. Dies ist besonders wichtig für eine offene und pluralistische Gesellschaft, die auf Austausch, Kommunikation und Vernetzung angewiesen ist.“

– Mneme-Initiative

 

 

RÄUME DER BEGEGNUNG UND SAFER SPACES

FaTRex arbeitet mit Betroffenen von türkischem Rechtsextremismus zusammen. In dem gegründeten Betroffenencommunitys-Netzwerk schafft FaTRex Räume, in denen Betroffene zusammenkommen, sich austauschen, Wissen bündeln und Empowerment erfahren.

Betroffene sind Expert*innen. Das weiß FaTRex und gibt u.a. Raum und Möglichkeiten sich gegenseitig zu stärken sowie bereits gesammeltes Wissen festzuhalten und zu verknüpfen.

 

 

„Das Feld des Türkischen Rechtsextremismus wird bislang kaum bearbeitet, obwohl es in Sozialräumen und Systemen zu ähnlichen Herausforderungen wie bei anderen Formen des Rechtsextremismus kommt. Bestehende Beratungs- und Unterstützungsstrukturen werden hierzu noch selten angefragt, was unter anderem auf bestehende Zugangsbarrieren zurückzuführen ist. Gleichzeitig fehlt es vielerorts noch an Expertise, um Beratungen in diesem Themenfeld eigenständig durchführen zu können. Wir begrüßen daher sehr, dass die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus diese Leerstellen bearbeitet, die Teilhabe betroffener Communitys stärkt, Zugangsbarrieren abbaut und Beratungsstellen dabei unterstützt, ihre Zugänglichkeit, Sensibilität und Erreichbarkeit für unterschiedliche Communitys weiterzuentwickeln.“

Veronika Krüger, Geschäftsführung WABE e. V. / Mobile Beratung gegen Rechtextremismus NDS

 

 

SCHNITTSTELLE UND WISSENSTRANSFER

FaTRex bündelt Fachwissen, welches separat in Wissenschaft, Fachpraxis und Betroffenencommunitys existiert.

FaTRex strebt dabei eine systematische Verknüpfung unterschiedlicher Perspektiven an, welche effizient, lösungsorientiert und nachhaltig ist.

 

 

„Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus schließt eine bislang bestehende fachliche und gesellschaftliche Lücke. Wer Rechtsextremismus in Deutschland ernsthaft analysieren und bekämpfen will, muss auch türkeibezogene rechtsextreme Ideologien und Gewaltphänomene systematisch in den Blick nehmen. Neben der Information und Qualifizierung von Multiplikator:innen sowie der Dokumentation einschlägiger Vorkommnisse ist insbesondere die qualifizierte Beratung von Betroffenen ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Arbeit. FaTRex hat sich in kurzer Zeit zu einem Leuchtturmprojekt entwickelt und macht durch die hohe Nachfrage deutlich, wie groß der Bedarf an spezialisierter Expertise in diesem Feld ist. Das zivilgesellschaftliche Engagement der Fachstelle trägt dazu bei, lange übersehene Diskriminierungs- und Gewaltformen sichtbar zu machen und strukturelle Problemlagen öffentlich zu thematisieren. Darüber hinaus stärkt FaTRex demokratische Werte, indem die Einrichtung Betroffene unterstützt, Vertrauen in demokratische Institutionen fördert und präventiv zur gesellschaftlichen Verständigung beiträgt.“

Prof. Dr. Martina Ortner (sie/ihr), Professorin für migrationssensible Soziale Arbeit, Ansprechpartnerin für Asyl-, Flüchtlings- und Migrationsthemen, Sprecherin Bayerischer Forschungsverbund für Gegenwartsanalysen, Erinnerungspraxis und Gegenmaßnahmen zum Rechtsextremismus ForGeRex

 

 

Die bisherige Förderung der Fachstelle durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ läuft außerplanmäßig Ende 2026 aus. Wir laufen Gefahr, dass unsere Förderung wegbricht. Wir sind daher mehr denn je auf Spenden angewiesen. Seit Beginn 2025 haben wir Strukturen aufgebaut und Ziele für die weitere Arbeit definiert. Unsere neue Meldestelle ist ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

JETZT SPENDEN

 

Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.

Bundesregierung bestätigt zentrale Erkenntnisse zu türkischem Rechtsextremismus

Türkischer Rechtsextremismus ist eine ernstzunehmende Gefahr für die Demokratie! In einer Kleinen Anfrage vom 30. Juni 2026 haben sich die Abgeordneten Dr. Irene Mihalic, Marlene Schönberger, Max Lucks sowie weitere Abgeordnete der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an die Bundesregierung gewandt. Gegenstand der Anfrage war die Kenntnis der Bundesregierung über die Aktivitäten der „Grauen Wölfe“ in Deutschland.   

In ihrer Antwort vom 13. Juli 2026 verweist die Bundesregierung ausdrücklich auf die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) als Teil der bundesweiten Präventionsarbeit und beschreibt dabei unsere Aufgaben in der Präventions- und Sensibilisierungsarbeit. Als Ziele nennt sie:   

  •  Die Gesellschaftliche Auseinandersetzung zu fördern,     
  • Fachkräfte zu sensibilisieren und zu qualifizieren,    
  • Institutionen zu unterstützen und    
  • Schutzräume für Betroffene mitzugestalten.   

Die Bundesregierung stellt fest, dass türkischer Rechtsextremismus ein eigenständiges rechtsextremes Phänomen ist, rund 13.500 Anhänger*innen hat, von denen etwa 10.500 in drei großen Dachverbänden ADÜTDF, ATIB und ANF organisiert sind, in stabilen Verbandsstrukturen existiert und eine wachsende freie Szene verfügt.   

Dies zeigt: Die Bewegung verfügt über stabile und bundesweite Strukturen.   

Die Bundesregierung stellt weiter fest, dass im digitalen Raum rassistische und antisemitische Inhalte verbreitet werden. Die Verbände nutzen dazu vorwiegend Social Media, die freie Szene ist deutlich aktiver im Internet unterwegs. Waffeninszenierungen und Drohgebärden dienen der Selbstdarstellung.    

Obwohl die Bundesregierung von einer Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts spricht, bleiben politische Leerstellen:    

  • Die Bundesregierung erkennt die Gefahr deutlich an. Gleichzeitig bleibt sie beim Verbot bewusst ausweichend.   
  • Die Betroffenenarbeit ist deutlich diverser als genannt und essenziell in der Präventionsarbeit.   
  • Viele Antworten zeigen, dass Wissen vorhanden ist. Jetzt stellt sich die Frage, welche politischen Konsequenzen daraus folgen.    

Türkischer Rechtsextremismus wird zunehmend als eigenständiges demokratiegefährdendes Phänomen anerkannt und es wird deutlich, dass Prävention durch spezialisierte Fachstellen geleistet werden muss und Betroffene Sichtbarkeit, Schutz und Unterstützung benötigen. Deshalb arbeiten wir daran, Wissen bereitzustellen, Fachkräfte zu qualifizieren und demokratische Strukturen zu stärken. 

Lesung mit Reyhan Şahin und Ronya Othmann

Wir freuen uns sehr, dass wir für unsere Lesung am 23. September 2026 im Bahnhof Langendreer in Bochum zwei Top-Playerinnen im Feld gewinnen konnten. Unter dem Titel „Intersektional. Feministisch. Gegen antialevitischen, antiêzîdischen und antikurdischen Rassismus“ sprechen Reyhan Şahin und Ronya Othmann über Widerstand, Solidarität und gesellschaftliche Teilhabe – begleitet von Auszügen aus ihren aktuellen Arbeiten. Alle weiteren Infos und Tickets finden Sie unter fatrex.de/events.

Das Infoportal Rechtsextremismusprävention startet neu!

Ab heute, 30. April 2026, ist das Infoportal Rechtsextremismusprävention des Kooperationsverbunds Rechtsextremismusprävention mit aktualisierten Einträgen und neuem Design wieder erreichbar. Es bietet umfassende Hilfe bei der Suche nach professionellen Anlaufstellen der Rechtsextremismusprävention deutschlandweit. Egal, ob Sie Unterstützung bei rechtsextremen Vorfällen suchen, den Ausstieg aus der Szene begleiten möchten, Beratung zu lokalen Ereignissen benötigen oder Workshops, Aufklärungsmöglichkeiten und Forschungsergebnisse suchen – im Infoportal Rechtsextremismusprävention finden Sie schnell passende, professionelle und lokale Anlaufstellen. Das Infoportal Rechtsextremismusprävention zeigt kompakt und übersichtlich die Bandbreite und Professionalität der aktuellen Rechtsextremismusprävention in Deutschland.

FaTRex bei Wi-REX zu türkischem Rechtsextremismus in Deutschland

FaTRex ist zu Gast beim Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) / Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung.  Erol Ünal (Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus/ FaTRex) und Mehmet Kart (OTH Regensburg) geben Inputs zum Thema. Thema ist türkischer Rechtsextremismus in Deutschland, seine Erscheinungsformen und pädagogische Perspektiven.

04. Mai 2026 | 14.00 -15:30 Uhr | Online STREAMING via ZOOM – Anmeldung – siehe Veranstaltungen

Fachtag von interKultur eV. und FaTRex am 26.5.26 in Köln

Am 26. Mai 2026 veranstalten interKultur e.V. und FaTRex in Köln einen gemeinsamen Fachtag zum Thema „Ungleichwertigkeitsideologien in der Migrationsgesellschaft und seine Auswirkungen auf die  Jugend(Sozial)Arbeit“. Der Fachtag schafft einen Raum für fachliche Einordnung, Austausch und klare Perspektiven. Wir freuen uns sehr und arbeiten bereits intensiv am Programm. Infos zur Anmeldung und zum Programm unter „Veranstaltungen“.

Back To Top