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Fußball-WM 2026: Wird Wolfsgruß-Jubel salonfähig? Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus ist am Ball

Köln, den 2. Juni 2026. Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer wird vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen. Qualifiziert für eine Fußball-WM hat sich zum ersten Mal seit 2002 auch wieder die türkische Nationalmannschaft. Nach dem Eklat des türkischen Nationalspielers Merih Demiral bei der Fußball-EM 2024, der während eines Spiels gegen Österreich den „Wolfsgruß“ zeigte, stellt sich die Frage, wie Teile der türkischen Community bei der diesjährigen WM auftreten werden. Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) ist am Ball.

Der Wolfsgruß steht für eine rassistische und ultranationalistische Ideologie

Demiral äußerte nach dem Vorfall, er habe mit der Geste lediglich ausdrücken wollen, wie stolz er auf sein Land sei. Zahlreiche Menschen, vorwiegend türkischer Herkunft, benutzten den Wolfsgruß innerhalb des Stadions sowie auf Europas Fanmeilen mit einer ähnlichen Begründung. Vielen mag die eigentliche Bedeutung dieser Geste nicht bekannt sein, andere verwenden den „Wolfsgruß“ jedoch sehr bewusst. Er ist das Erkennungszeichen der rechtsextremen „Grauen Wölfe“ (Ülkücü“) und steht für eine rassistische und ultranationalistische Ideologie. Feindbilder dieser Bewegung sind in erster Linie Kurd*innen, Alevit*innen, aber auch weitere religiöse und ethnische Minderheiten, politisch links verortete Menschen sowie Frauen und queere Personen.

Aufklärungsarbeit jetzt wichtiger denn je

„Wir befürchten, dass es bei der Fußball-WM erneut zu kollektiven ultranationalistischen Ansammlungen kommen wird – in und um die Stadien, aber auch bei den Fans in Deutschland“, so Özge Erdoğan, Leiterin der bundesweiten Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus mit Sitz in Köln. Hierzulande ist die Ülkücü-Organisation die zweitgrößte rechtsextreme Bewegung. Sie ist nicht zentral organisiert, sondern in zahlreichen Vereinen aktiv. „Aufklärungsarbeit ist jetzt besonders wichtig. Viele junge Menschen nutzen rechtsextremistische Symbole und Narrative, ohne überhaupt zu wissen, was sie bedeuten. Es muss ganz klar gesagt werden: Wer den Wolfsgruß zeigt, solidarisiert sich mit Rechtsextremisten“, so Erdoğan weiter.

Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus

In Trägerschaft des Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. bietet die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus als bundesweite Anlaufstelle eine zentrale erste Ansprechmöglichkeit für alle, die sich mit dem Themenfeld türkischer Rechtsextremismus befassen oder direkt davon betroffen sind. Aufgabe ist die fachliche Einordnung aktueller Entwicklungen, die Einschätzung von Strukturen und Akteuren sowie die Vermittlung passender Ansprechpartner*innen und regionaler Stellen. Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus wird im Rahmen des Kooperationsverbundes „KompRex – Kompetent in der Rechtsextremismusprävention“ vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 Hintergrundgespräche und Expert*innen-Interviews

Die FaTRex-Fachreferent*innen stehen Ihnen für Hintergrundgespräche und Expert*innen-Interviews zur Verfügung, ganz aktuell zur Fußball-Weltmeisterschaft aber auch darüber hinaus.

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Kontakt

Özge Erdogan, Leitung der Fachstelle, oezge.erdogan@bdaj.de; Mobil: 01520-5222836

Astrid Simons, Referentin ÖA, astrid.simons@bdaj.de, Mobil: 01556-8171309

 

 

 

 

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