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Liebe Newsletter-Abonnent*innen,
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bevor wir uns versehen, neigt sich unser erstes Fachstellen-Jahr dem Ende entgegen. Es war eine turbulente, aufregende, arbeitsreiche und bedeutsame Zeit. Wir haben begonnen, den Fokus auf das zu richten, was viel zu lange im Verborgenen blieb: türkischen Rechtsextremismus in Deutschland, seine Folgen für Betroffene und für unsere demokratischen Strukturen.
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FaTRex konnte sich innerhalb weniger Monate als bundesweite Anlaufstelle etablieren, ist in politische und fachliche Diskurse eingebunden und hat in Austausch- und Lernräumen intersektionale Betroffenheiten sowie phänomenübergreifende Zusammenhänge bearbeitet. All dies macht uns Hoffnung und gibt uns den Mut, Extremismus entgegenzutreten.
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Der Newsletter gibt Ihnen Einblicke in unsere Arbeit. Bei Fragen oder für weitere Informationen melden Sie sich gern. In jedem Fall hören Sie im neuen Jahr wieder von uns. Alles Gute wünscht bis dahin
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Was kommt?
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Online Salon 2: Antisemitismus gestern und heute - Nationalsozialismus und türkischer Rechtsextremismus im transnationalen Kontext
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Online Salon, die Zweite! Am 1. Dezember um 13 Uhr beleuchten wir Antisemitismus in der Türkei mit Fokus auf die türkische extreme Rechte und werfen die Frage auf, wie diese Strömungen auch im deutschen Kontext wirken. „Antisemitismus ist in der Türkei ein weit verbreitetes Phänomen (…) Jedoch sind zahlreiche antisemitische Topoi und Referenzen aus dem türkischen Diskurs – ob islamisch oder säkular – ohne eine Kenntnis des Hintergrunds nicht ohne weiteres erkennbar. Das führt in hiesigen Debatten zu pauschalen Vereinfachungen bezüglich des sogenannten ‚importierten‘ oder ‚islamischen‘ Antisemitismus oder aber zu seiner Bagatellisierung“, so Corry Guttstadt, Turkologin und Historikerin, die gemeinsam mit Kim David Amon, Fachreferent in der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus, durch den Online Salon führen wird. Der Online Salon ist eine Veranstaltung im Rahmen des Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention (KompRex), gefördert vom Bundesprogramm Demokratie leben!
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FaTRex-Beirat geht an den Start
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Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus baut derzeit ein Beiratsgremium auf, das ihre Arbeit strategisch, fachlich und politisch begleiten soll. Der Beirat setzt sich aus Expert*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen und soll eine zentrale Rolle dabei spielen, die Fachstelle weiterzuentwickeln und ihre Wirkung zu stärken.
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Am 9. Dezember 2025 findet die erste hybride Beiratssitzung statt. Sie dient dem Kennenlernen und der gemeinsamen Verständigung über die Aufgaben und die Rolle des Beirats.
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FaTRex beim Kooperationsseminar "Rassismuskritik und Antisemitismuskritik intersektional verbinden"
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Im Rahmen eines Kooperationsseminars von IDA e.V. und MNEME (28.11. bis 30.11.2025)
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liefert die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus einen Fachinput zum Thema Rassismus und Antisemitismus im Kontext des türkischen Ultranationalismus. Beleuchtet werden die unterschiedlichen Strömungen des türkischen Rechtsextremismus, ihre Symbole, Entstehungsgeschichte und Feindbilder. Dabei wird eine Abgrenzung von Nationalismus, Ultranationalismus und Rechtsextremismus vorgenommen und die kemalistische Ideologie sowie den Glorifizierungskult um Mustafa Kemal eingeordnet. Ein Schwerpunkt wird die Verknüpfung von Antisemitismus und türkischem Rechtsextremismus sein: Wie greifen diese Ideologien ineinander, welche Narrative und Feindbilder entstehen daraus, und welche Auswirkungen hat das auf Betroffene? Im Anschluss gibt es Raum für den Austausch über Erfahrungen mit türkischen Rechtsextremismus und das gemeinsame Erarbeiten von Handlungsmöglichkeiten für Alltag, Schule, Universität und Arbeit.
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Die Veranstaltung richtet sich an junge Griech*innen ab 16 Jahre, die in der Jugendarbeit in Vereinen, Verbänden, Gemeinden oder (Hochschul)Politik aktiv sind, und Verbündete mit Interesse an den Themen.
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dsj-Fachtagung zu Rechtsextremismus im Sport
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Im Zentrum eines Fachtags des Deutschen Sport Jugend (dsj) zu ultranationalistischen und rechtsextremen Bewegungen im Sportumfeld steht in diesem Jahr der türkische Ultranationalismus und Rechtsextremismus, dessen Rolle im Sport bislang wenig untersucht ist, aber zunehmend an Relevanz gewinnt. Workshops bieten Raum, um zu sensibilisieren und Handlungskompetenzen für Prävention und Intervention zu stärken. Durch die Vorstellung neuer Mapping-Ergebnisse werden Grundlagen für eine fundierte Analyse geschaffen. FaTRex wird am 13. Dezember 2025 in Frankfurt am Main u.a. einen Empowerment-Workshop für von türkischem Rechtsextremismus Betroffene anbieten.
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Was war?
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Lesung mit Burak Yilmaz in Köln: Erinnerung, Widerstand und Empowerment
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Am 24. September 2025 fand im Kulturbunker Köln-Mülheim eine Lesung mit dem Pädagogen und Autor Burak Yilmaz statt, begleitet von einem Gespräch mit Özge Erdoğan, Leiterin der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus. Die Veranstaltung war Teil einer Reihe, die sich mit Erinnerungskultur, Empowerment und dem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus beschäftigt.
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Burak Yilmaz las aus seinem Buch „Ehrensache – Kämpfen gegen den Judenhass“, in dem er seine Erfahrungen als Bildungsarbeiter mit muslimischen Jugendlichen und seine Arbeit zu Antisemitismus reflektiert. Im gemeinsamen Gespräch, moderiert von Laura Schwab, Geschäftsführerin des Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V., wurde deutlich, wie komplex und vielschichtig Diskriminierungserfahrungen sind. Yilmaz und Erdoğan sprachen offen über Mehrfachdiskriminierung, rassistische Anfeindungen durch Mehrheitsdeutsche, aber auch über Gewalt und Hass innerhalb migrantischer Communitys. Dabei wurde auch die Rolle der Grauen Wölfe thematisiert – eine der größten rechtsextremen Bewegungen in Deutschland.
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Online-Salon Nr. 1: Unsichtbar und doch präsent
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Ende September hat der erste Online-Salon der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus als Maßnahme innerhalb des "Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention" (KompRex) stattgefunden. Im Mittelpunkt: die Betroffenenperspektive. Unter dem Titel „Unsichtbar und doch präsent – Engagement und Perspektiven im Kampf gegen Rassismus und türkischen Nationalismus“ trat FaTRex-Bildungsreferent Erol Ünal mit Dilnaz Alhan, freie Journalistin und Menschenrechtsaktivistin, über persönliche Erfahrungen, strukturelle Diskriminierung und Wege zu mehr Sichtbarkeit in den Dialog.
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"Wenn Beratung zuhört und Haltung zeigt, stärkt sie uns"
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Im Sommer und Herbst 2025 hat die Fachstelle zwei Wochenendseminare zum Thema „Beratung im Kontext türkischer Rechtsextremismus (TRex)” durchgeführt. Gemeinsam mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus NRW (MBR NRW) hat FaTRex Menschen aus Beratungsstrukturen und betroffenen Communitys zusammengebracht – in dieser Form zum ersten Mal. Beide Wochenenden fanden im Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick statt.
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Transnationale Formen des Rechtsextremismus am Beispiel der Ülkücü-Bewegung
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Özge Erdoğan, Leiterin der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus, gehört zu einer wissenschaftlichen Begleitgruppe eines Projekt von „ForGeRex“, dem bayerischen Forschungsverbund für Gegenwartsanalysen, Erinnerungspraxis und Gegenstrategien zum Rechtsextremismus. In einem Teilprojekt werden transnationale Formen des Rechtsextremismus am Beispiel der Ülkücü-Bewegung beleuchtet. Im Sinne des partizipativen Ansatzes begleitet die Gruppe das Projekt als Co-Forschende, liefert wichtige lokale Expertisen, bündelt Wissen und ermöglicht einen Transfer von Praxiswissen in die Forschung und umgekehrt.
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Gebündelte Expertise: Der Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention
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Die Fachstelle Türkischer Rechtextremismus hat starke Partner an ihrer Seite. FaTRex ist Teil des bundesweit tätigen „Kooperationsverbund „Rechtsextremismusprävention“ (KompRex), gefördert im Bundesprogramm Demokratie leben!. Sechs erfahrene Organisationen haben sich zusammengetan, um Wissen zu bündeln, Betroffene zu stärken, lokale Bündnisse zu unterstützen und rechtsextremen Strukturen etwas entgegenzusetzen. Die Träger bringen ihre eigene Expertise ein und arbeiten gemeinsam an einer starken, vielfältigen und handlungsfähigen Präventionslandschaft. So auch bei einer modulare Fortbildungsreihe für Fachkräfte aus der Rechtsextremismusprävention.
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FaTRex unterwegs
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Fachstelle „mobirex“ des Demokratiezentrum-BW, 24. September 2025
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Bei der "mobirex", der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus des Demokratiezentrum Baden-Württemberg hat FaTRex eine kompakte Fortbildung zu den Dynamiken des türkischen Rechtsextremismus durchgeführt. https://demokratiezentrum-bw.de/
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Quartiersdemokraten Dortmund, 2. Oktober 2025
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Im Auftrag der Quartiersdemokraten haben die FaTRex-Fachreferenten Erol Ünal und Kim David Amon an einem Dortmunder Gymnasium einen Input für die Schüler*innen gegeben, um Erscheinungsformen des türkischen Rechtsextremismus sowie die Perspektiven und Erfahrungen betroffener Communitys sichtbar zu machen. https://quartiersdemokraten.de/
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Landesdemokratiekonferenz Schleswig-Holstein, 8. Oktober 2025
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Auf Einladung nahmen Deniz Kaşal, stellvertretender Bundesvorsitzender der Alevitischen Gemeinde Deutschland K.d.ö.R. (AABF), und Kim David Amon, Fachreferent der Fachstelle für türkischen Rechtsextremismus des BDAJ Deutschland e.V., an der 7. Landesdemokratiekonferenz Schleswig-Holstein teil.
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Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus, 23. Oktober 2025
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Die FaTRex-Fachreferenten Kim David Amon und Erol Ünal haben eine ganztägige Fortbildung für das Beratungsnetzwerk Bayern gegen Rechtsextremismus der LKS durchgeführt - von Grundlagen über Ideologien und Strukturen von türkischem Rechtsextremismus bis hin zu transnationalen Verflechtungen und Folgen sowie Perspektiven und Wünschen für betroffene Communitys. Die Landeskoordinierungsstelle hatte das Thema gewählt, weil TRex in allen Bereichen des Beratungsnetzwerks zunehmend sichtbar wird. https://www.lks-bayern.de/
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Fortbildung im Lidice Haus in Bremen, 10. bis 12. November 2025
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FaTRex hat als Teil des bundesweiten Kompetenzverbundes Rechtsextremismusprävention (KompRex) eine Fortbildung zum Thema: "Familie und Geschlecht im Zentrum rechten Kulturkampfs – wie Fundamentalismus die Wahrnehmung und das Leben von Familien beeinflusst" der Fachstelle Rechtsextremismus und Familie unterstützt.
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NRW Jusos: Demokratie alla Turca: Wohin steuert die Türkei? 22. November 2025 Expert*innen aus Wissenschaft und Politik haben beleuchteten in Duisburg die zentralen Dynamiken der türkischen Politik, analysierten aktuelle Entwicklungen und wagten einen Blick in die Zukunft. Özge Erdoğan, Leiterin der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus referierte zum Thema „Türkisch-Islamische-Synthese“. https://www.nrwjusos.de/
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Veröffentlichungen
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Özge Erdoğan (Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus) und Lisa Geffken (Amadeo Antonio Stiftung) haben einen gemeinsamen Artikel in der „psychosozial“ 2025/3 veröffentlicht: „Die Ülkücü-Bewegung (Graue Wölfe), Rechtsextremismus im transnationalen Kontext und seine Implikationen für Demokratieförderung und Sicherheit in Deutschland“ kann hier https://psychosozial-verlag.de/programm/4000/4100/26789-detail heruntergeladen werden (8,99 Euro).
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Das Thema „Türkischer Rechtsextremismus und die Stimmen der Betroffenen - Zwischen Bedrohung und Bildungsauftrag”, bearbeiten Gulistan Özmen-Tuncel und Erol Ünal (Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus), in einem Artikel für: „Außerschulische Bildung - Zeitschrift in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung” 3/2025. Kostenloser Download unter
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Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. IBAN: DE84 4405 0199 0911 0122 35 BIC: DORTDE33XXX Sparkasse Dortmund
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Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus ist in Trägerschaft des Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. Teil des bundesweiten Kooperationsverbundes Rechtsextremismusprävention (KompRex).
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