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Liebe Newsletter-Abonnent*innen,
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wir feiern unseren ersten FaTRex-Newsletter - mit Ihnen - und freuen uns sehr darüber! Seit Beginn dieses Jahres blieb uns kaum Zeit zum Durchatmen. Der Start der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus war aufregend und fordernd. Umso schöner, dass wir jetzt einmal innehalten können und gemeinsam einen Blick auf das werfen, was kommt und auf das, was war - für die kurze Zeit jede Menge, wie wir finden.
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Es ist sehr bereichernd, dass unsere Arbeit auf offene Ohren stößt und großen Zuspruch erhält. Dies bestätigt einmal mehr: Die Fachstelle kommt genau zur richtigen Zeit. Und keinen Tag zu früh.
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Beste Unterhaltung, viel Inspiration und Information mit unserem Newsletter, wünscht
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Was kommt?
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Networking für Beratende und Betroffene
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Vom 5. bis 7. September findet in NRW der zweite Teil unseres Wochenendseminars „Beratung im Kontext türkischer Rechtsextremismus“ statt - ein solidarischer Raum für Austausch, Zuhören und gemeinsames Weiterdenken.
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Das Seminar richtet sich insbesondere an Menschen, die von türkischem Rechtsextremismus betroffen sind – darunter Alevit*innen, Kurd*innen, Armenier*innen, Pontos-Griech*innen, Assyrer*innen, jüdische Menschen und weitere marginalisierte Gruppen. Der zweite Teil ist so konzipiert, dass neue Teilnehmende sehr gut einsteigen können.
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Lesung mit Burak Yilmaz und Özge Erdoğan
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Burak Yilmaz, Pädagoge und Autor, liest aus seinem Buch „Ehrensache – Kämpfen gegen den Judenhass“ und tritt in Dialog mit Özge Erdoğan, Leiterin der 2025 in Köln gegründeten bundesweiten Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex). Die Veranstaltung findet statt am 24. September 2025 um 19.30 Uhr im Kulturbunker Mülheim in Köln. Tickets über Rausgegangen.de, regulär: 0 Euro/ Soli-Ticket: 6 Euro.
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Yilmaz und Erdoğan berichten von Mehrfachdiskriminierung, von rassistischer Anfeindung und Ausgrenzung durch Deutsche, aber auch von Gewalt und Hass innerhalb der migrantischen Community. Wo liegen die Parallelen zwischen deutschen und türkischen Rechtsextremisten? Wie kann es sein, dass die Grauen Wölfe zu den größten rechtsextremen Bewegungen in Deutschland zählen? Burak Yilmaz und Özge Erdoğan begeben sich auf Spurensuche, tauchen ein in die Erinnerungskultur der Migrationsgesellschaft und versuchen eine kritische Einordnung.
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Online-Salon Nr. 1: Unsichtbar und doch präsent
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Unsichtbar und doch präsent – Engagement und Perspektiven im Kampf gegen Rassismus und Nationalismus, lautet der Titel des unseres ersten Online-Salons am 29. September um 18 Uhr.
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Als Referentin konnten wir Dilnaz Alhan gewinnen. Die Freie Journalistin und Menschenrechtsaktivistin berichtet aus der Perspektive einer betroffenen Kurdin von ihren persönlichen Erfahrungen mit Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung – sowohl in Deutschland als auch im Kontext türkischer Nationalismen und Rechtsextremismus. Neben der eigenen Fluchtgeschichte und dem Aufwachsen in Asylheimen und einer Arbeiterfamilie mit sieben Geschwistern, geht es um die strukturellen Mechanismen, die Minderheiten wie zum Beispiel Kurd*innen unsichtbar machen oder gezielt stigmatisieren.
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Rechtsextremismus in Familien
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FaTRex unterstützt als Teil des bundesweiten Kompetenzverbundes Rechtsextremismusprävention (KompRex) eine Fortbildung zum Thema: "Familie und Geschlecht im Zentrum rechten Kulturkampfs – wie Fundamentalismus die Wahrnehmung und das Leben von Familien beeinflusst" vom 10. bis 12. November 2025 im Lidice Haus in Bremen. Organisiert wird die Fachkräfte-Fortbildung von der Fachstelle Rechtsextremismus und Familie (RuF).
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Familie und Geschlecht sind zentrale Aushandlungspunkte in rechtsextremen Kontexten, sowohl im weiß-deutschen als auch im transnationalen Rechtsextremismus, wie zum Beispiel im türkischen Rechtsextremismus. Die Fortbildung bietet Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe Methoden zur Sensibilisierung und Reflexion über die Auswirkungen von reaktionären Vorstellungen auf Familien, Jugendliche und Gesellschaft. Ein Teil der Fortbildung setzt sich auch mit türkischem Rechtsextremismus und seinen Geschlechter- und Familienbildern auseinander und zeigt Parallelen zu den weiß-deutschen rechtsextremen Positionen auf. Weitere Infos und Anmeldung hier
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Was war?
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Workshop bei Gesicht Zeigen!
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FaTRex in Berlin. „Prävention und Intervention gegen türkischen Rechtsextremismus“ lautete der Titel eines Workshops, den wir am 10. Juli 2025 für Fachkräfte von Gesicht Zeigen! geben durften.
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Das Ziel: Sensibilisierung und konkrete Handlungsansätze, die in der jeweiligen Projektarbeit anwendbar sind. Nach Input zu Ideologien und Strukturen der türkischen extremen Rechten, lag ein Fokus auf der Betroffenenperspektive, um gemeinsam Präventions- und Interventionsstrategien zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse der Betroffenen ausgerichtet sind.
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Dabei wurde die Notwendigkeit betont, den Schutz von Betroffenen zu gewährleisten und eine sichere Umgebung zu schaffen, um wirksam und solidarisch gegen türkischen Rechtsextremismus vorzugehen.
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R!SE-Festival powered by IG Metall Jugend
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Gemeinsam feiern, diskutieren und tanzen: Vom 3. bis 6. Juli 2025 hat das zweite IG Metall Jugend Festival R!SE stattgefunden. Und FaTRex war dabei.
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Was macht den türkischen Rechtsextremismus für junge Menschen attraktiv? Und was genau verbirgt sich eigentlich dahinter? In einem Workshop haben sich Teilnehmer*innen mit Özge Erdoğan, Leiterin der Fachstelle, mit diesem Phänomen beschäftigt. Sie gingen der Frage nach, welche Weltbilder dahinterstehen, welche Gruppen und Akteure – insbesondere die Grauen Wölfe – eine Rolle spielen und wie sie ihre Ideologie verbreiten. Zudem wurde ein Blick auf historische Hintergründe, aktuelle Entwicklungen, symbolische Codes und die gesellschaftlichen Auswirkungen in Deutschland geworfen. Gemeinsam konnte reflektiert werden, warum diese Ideologien gefährlich sind und wie ihnen im Alltag begegnet werden kann. „Der Workshop hat Menschen mit sehr unterschiedlichen Wissensständen angesprochen und verschiedene Erfahrungen und Gedanken zusammengeführt. Es war wichtig, das Thema türkischer Rechtsextremismus im Kontext von Betrieben und Gewerkschaften zu beleuchten. Dabei fühlten sich die Teilnehmer wirklich angesprochen und haben aktiv teilgenommen“, so Özge Erdoğan.
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Begegnung schafft Akzeptanz
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Die Kurdische Gemeinde Deutschland (KGD) hat Mitte Juli ihr erstes Sommercamp organisiert, denn „Begegnung schafft Akzeptanz“. Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus wurde nach Hennef eingeladen, um einen Workshop zu leiten, der sich mit den Erfahrungen der Teilnehmenden im Kontext türkischer Rechtsextremismus beschäftigte.
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In diesem geschützten Raum tauschten sich insgesamt 30 junge Menschen aus, die ihre Erlebnisse mit dem Thema teilten und gemeinsam Handlungsstrategien entwickelten, um gegen türkischen Rechtsextremismus vorzugehen. Für die Fachstelle war der Workshop ein wichtiger Teil der Vernetzung und des Dialogs, um den gemeinsamen Kampf gegen türkischen Rechtsextremismus weiter zu stärken und Perspektiven für eine solidarische und sichere Zukunft zu entwickeln.
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FaTRex-Workshop vernetzt Betroffene
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Ein Wochenende lang als Betroffene von türkischem Rechtsextremismus Erfahrungen austauschen, gemeinsame Strategien entwickeln und den Grundstein für ein bundesweites Netzwerk legen? Das ging vom 9. bis 11. Mai 2025 in Düsseldorf.
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Vertreter*innen verschiedener Betroffenenorganisationen haben in vielfältigen Formaten – von Inputs über Gruppenarbeiten bis hin verschiedenen kreativen Methoden wie Zeitstrahl-Reflexionen und World Café – gemeinsame und unterschiedlich Betroffenheiten sichtbar gemacht. Besonders im Fokus standen intersektionale Perspektiven, Empowerment und die Frage, wie sich Communitys gegenseitig stärken können. Fachliche Beiträge, unter anderem von Dr. Rosa Burç und der Opferberatung, lieferten wichtige Impulse zur Forschungslage, zu Unterstützungsstrukturen und zu Handlungsmöglichkeiten bei Bedrohungen durch türkisch-nationalistische Akteure.
Neben der inhaltlichen Arbeit wurde auch die Struktur des zukünftigen Netzwerks diskutiert: Es soll jährlich sowohl digitale als auch analoge Treffen geben und erste gemeinsame Projekte – etwa gemeinsame Beiträge zu Gedenktagen auf Social Media – wurden angedacht. Die Teilnehmenden betonten den hohen Bedarf an sicheren Räumen, kontinuierlichem Austausch und praktischer Unterstützung.
Das Seminar war ein wichtiger Schritt hin zu einer stärkeren Selbstorganisation und Sichtbarkeit von Betroffenen von türkischen Rechtsextremismus – getragen von Solidarität, Offenheit und dem gemeinsamen Willen zur Veränderung.
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FaTRex unterwegs
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SPD-Landtagsfraktion, 8. April 2025 Bei einer Fachveranstaltung der SPD-Landtagsfraktion zum Thema „Rechtsextremismus erkennen und bekämpfen“ gab Erol Ünal, Fachreferent der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus, Einblicke in ideologische Strömungen und aktuelle Entwicklungen. Im Austausch mit den Teilnehmenden wurden Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, um extremistischen Tendenzen frühzeitig zu begegnen und demokratische Werte zu stärken.
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SprechBAR Nürtingen, 2. Juli 2025 Auf Einladung des Kreisjugendring Esslingen hat Erol Ünal unter dem Titel „Nationalstolz oder Gefahr?“ Gründe beleuchtet, warum sich Jugendliche rechtsextremen und ultranationalistischen Ideen zuwenden. Gemeinsam mit dem Publikum wurde über Symbole, Erkennungszeichen und die Rolle von Identität, Diskriminierung und politischen Entwicklungen diskutiert – sowie darüber, welche präventiven Schritte im Alltag, in Schulen und in der Jugendarbeit möglich sind.
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Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, 3. Juli 2025 An der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg stellte Erol Ünal die Strukturen, Ideologien und Erkennungsmerkmale des türkischen Rechtsextremismus in Deutschland vor. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander sowie die Frage, wie Bildungsinstitutionen und Zivilgesellschaft wirksam gegen extremistische Einflüsse vorgehen können.
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Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. IBAN: DE84 4405 0199 0911 0122 35 BIC: DORTDE33XXX Sparkasse Dortmund
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Spenden können steuerlich geltend gemacht werden. Wenn Sie uns im Verwendungszweck oder per Mail unter fachstelle@bdaj.de Ihren Namen und Ihre Adresse zukommen lassen, senden wir Ihnen gern im Folgejahr der Spende eine Spendenbescheinigung zu, sofern die Spende höher als 25 Euro ist. Ihre Daten werden zur Spendenabwicklung gemäß Art. 6 Abs. 1 b) DSGVO verarbeitet.
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Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus ist in Trägerschaft des Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. Teil des bundesweiten Kooperationsverbundes Rechtsextremismusprävention (KompRex).
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